IMD-Multi-K

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Wer sich mit der Foliendekorationstechnologie beschäftigt, kennt sicherlich die Probleme die die sogenannte Einzelbilddekoration mit sich bringt. Von der sogenannten Einzelbilddekoration spricht man, wenn das Dekor nicht mehr endlos verarbeitet werden kann, sondern sich Elemente wie Schriften oder Chromapplikationen auf der Dekorfolie befinden. Um das Dekorelement auch noch nach dem Hinterspritzen an der richtigen Stelle auf dem späteren Bauteil plazieren zu können, ist ein erheblich höherer prozesstechnischer Aufwand zu betreiben. Müssen darüber hinaus die Dekorelemente, wie zum Beispiel ein umlaufender Chromrand noch zusätzlich auf einer erhabenen Bauteilgeometrie plaziert werden, dann ist dies durch die Summierung der Toleranzen der einzelnen Prozessschritte oft nahezu unmöglich.

Dieser Problematik widmete sich das Entwicklungsteam von HBW-Gubesch und brachte kürzlich die ersten Prototypen des neuen IMD-Multi-K Verfahrens hervor.
Beim IMD-Multi-K Verfahren wird die Platzierungs- und damit verbundene Toleranzproblematik elegant umgangen. Die Dekorelemente wie zum Beispiel ein Chromrand sind nicht mehr auf ein und derselben Folie aufgebracht, sondern werden durch einen zweiten Spritzvorgang auf dem Teil appliziert. Das Bauteil wird fertigungstechnisch in zwei Teile zerlegt. Ein Teil welches in einem ersten Spritzgießvorgang endlos dekoriert wird und ein zweites Bauteil welches durch Umsetzen und Dekoration mittels einer zweiten Folie in derselben Spritzgießform an des erste Bauteil angespritzt wird. Es handelt sich praktisch um eine 2Komponeneten Umsetztechnik in Kombination mit der Foliendekorationstechnologie. Dies findet alles in einem Werkzeug auf einer Maschine statt.

Durch diese Technologie ist ein sog. missmatching zwischen Folie und Bauteilgeometrie ausgeschlossen und das Problem der bisherigen Einzelbilddekorationen gelöst.
Ein weiterer Vorteil des IMD-Multi-K Verfahrens liegt in der 2K-Spritzgießtechnologie an sich begründet. Durch die Kombination von transparenten und nicht transparenten Materialien ist es nun möglich, die Teile partiell zu durchleuchten. Vorstellbar ist zum Beispiel eine Türdekoleiste deren Chromrand oder Chromschriftzug im Nachtdesign durchleuchtet wird. Auch hier wurde wieder dem Wunsch des Kunden nach neuen Verfahren in Verbindung mit neuen Designmöglichkeiten, Rechnung getragen. Nicht zuletzt sei hierbei auch erwähnt, daß sich durch die Kombination von verschiedensten Endlosdekorfolien Designs erzeugen lassen, die in der Einzelbildtechnologie nur sehr aufwändig und damit sehr teuer herzustellen wären.

 

Zusätzliche Informationen finden Sie in unserem Download-Bereich.